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Patientenverfügungs-Check
Ist deine bestehende Patientenverfügung BGH-konform? 5 Fragen — sofortiges Ergebnis.
Warum eine Patientenverfügung regelmäßig prüfen?
Eine Patientenverfügung ist nur dann verbindlich, wenn sie konkrete Behandlungssituationen beschreibt. Der Bundesgerichtshof hat 2016 (XII ZB 61/16) klargestellt: pauschale Formulierungen wie „keine lebensverlängernden Maßnahmen" reichen nicht. Ärzte und Bevollmächtigte brauchen klare, situationsbezogene Anweisungen — sonst wird im Zweifel weiterbehandelt.
Viele Verfügungen, die vor 2016 erstellt wurden, oder mit alten Mustervorlagen entstanden, bestehen den BGH-Test nicht mehr. Auch medizinischer Fortschritt verschiebt die Bedeutung einzelner Situationen — was vor zehn Jahren als ausreichend galt, kann heute zu unklaren Behandlungsentscheidungen führen.
Was dieser Check prüft
- 1.Konkrete Situationen: Sind klare Behandlungssituationen genannt (z. B. Wachkoma, fortgeschrittene Demenz, finale Krebsphase) — oder nur allgemeine Floskeln?
- 2.Konkrete Maßnahmen: Werden gewünschte oder abgelehnte Behandlungen einzeln benannt (künstliche Ernährung, Beatmung, Wiederbelebung) — oder nur abstrakt?
- 3.Aktualität: Wurde die Verfügung in den letzten 2-3 Jahren bestätigt? Eine alte Verfügung verliert nicht automatisch Gültigkeit, aber Ärzte zweifeln eher, ob sie noch dem aktuellen Willen entspricht.
- 4.Eigenhändige Unterschrift: Eine Patientenverfügung muss schriftlich vorliegen und persönlich unterschrieben sein. Eine notarielle Beglaubigung ist nicht zwingend, erhöht aber die Beweiskraft.
- 5.Auffindbarkeit: Eine Verfügung, die niemand findet, hilft niemandem. Wir prüfen, ob Angehörige, Hausarzt und Bevollmächtigte wissen, wo das Dokument liegt.
Was passiert nach dem Check?
Du bekommst sofort ein farbcodiertes Ergebnis: Grün heißt, deine Verfügung erfüllt die wichtigsten Kriterien. Gelb zeigt einzelne Lücken. Rot bedeutet, die Verfügung ist im Ernstfall vermutlich nicht durchsetzbar — und sollte überarbeitet werden.
Falls Lücken bestehen, kannst du in 10 bis 15 Minuten eine neue Patientenverfügung erstellen, die alle BGH-Kriterien erfüllt. Der Generator führt dich strukturiert durch jede Situation, druckt das fertige Dokument als PDF aus und liefert dir die Vorlage für Hausarzt und Bevollmächtigte gleich mit.
Hinweis zur Rechtssicherheit: Dieser Check ist eine erste Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Bei komplexen Lebenssituationen — etwa bei Sorgerechtsthemen, internationalen Erbfragen oder Patchwork-Familien — empfehlen wir zusätzlich eine Notarberatung. Für die Standard-Patientenverfügung nach § 1827 BGB ist der Generator jedoch vollständig ausreichend.
Beantworte 5 Fragen zu deiner Patientenverfügung
Beziehe dich auf das Dokument, das du aktuell besitzt.
1Nennt deine Verfügung konkrete medizinische Situationen? (z.B. „unheilbare Erkrankung", „dauerhaftes Koma", „fortgeschrittene Demenz")
2Sind für jede Situation konkrete Behandlungswünsche festgelegt? (z.B. „keine künstliche Beatmung bei dauerhaftem Koma")
3Enthält deine Verfügung KEINE vagen Formulierungen wie „keine lebensverlängernden Maßnahmen" oder „würdevolles Sterben"?
4Ist deine Verfügung mit Datum und eigenhändiger Unterschrift versehen?
5Wurde deine Verfügung in den letzten 2 Jahren aktualisiert oder bestätigt?
Dieser Check ersetzt keine rechtliche Beratung.