Kurzantwort: Die IKK classic bietet einen Ratgeber mit Checkliste und verweist auf kostenlose Textbausteine des Bundesministeriums der Justiz. Die Checkliste hilft beim Sortieren; Auswahl und Formulierung der persönlichen Festlegungen bleiben deine Aufgabe.
Stand: 13. Oktober 2026
Zum Vergleich findest du im Ratgeber Patientenverfügung und AOK eine weitere Einordnung der Kassenangebote.
Die vier Angebote im Vergleich
| Kasse | Was sie laut ihrer öffentlichen Aussage bietet |
|---|---|
| Barmer | Informationen und einen Verweis auf Formulierungshilfen und Textbausteine des Bundesministeriums der Justiz |
| DAK | Informationen sowie Hinweise auf Broschüren, Muster-Formulare und Textbausteine des Bundesministeriums der Justiz |
| IKK classic | Ratgeber mit Checkliste und Verweis auf Textbausteine des Bundesministeriums der Justiz |
| KNAPPSCHAFT | Notfallkarte mit einem Feld für den Hinweis auf eine vorhandene Patientenverfügung |
Was die IKK-Checkliste vorbereitet
Der Ratgeber nennt persönliche Angaben, beispielhafte Situationen, medizinische und pflegerische Maßnahmen sowie Wünsche zu Ort und Begleitung. Dadurch entsteht eine Gliederung, an der du deinen Entwurf entlangführen kannst.
Eine Liste zeigt allerdings nur, ob du ein Thema angesehen hast. Sie prüft nicht, ob deine Aussage eindeutig zu der beschriebenen Situation passt. Plane deshalb nach jedem Abschnitt einen kurzen Verständlichkeitscheck ein.
Die Informationen der KNAPPSCHAFT zur Patientenverfügung ergänzen dieses Thema um die praktische Auffindbarkeit; ein eigenes Kassendokument ist damit nicht gemeint.
Drei Durchgänge statt schnellem Ankreuzen
- Sammeln: Lies alle Themen und notiere spontane Fragen, ohne schon endgültig auszuwählen.
- Entscheiden: Verbinde konkrete Situationen mit den jeweiligen Behandlungswünschen.
- Erklären: Ergänze Wertvorstellungen und persönliche Erfahrungen, die deine Auswahl nachvollziehbar machen.
Dieses Vorgehen verhindert, dass du bei einem langen Vordruck den Überblick verlierst. Es macht außerdem sichtbar, welche Fragen du mit Angehörigen oder medizinischem Fachpersonal besprechen möchtest.
Was eine Vorlage nicht wissen kann
Ein allgemein formulierter Baustein ist bewusst für viele Lebenslagen offen. Genau darin liegt seine Grenze: Er kann nicht entscheiden, welche Krankheitssituation du meinst, wie du einzelne Belastungen bewertest oder welche Ziele für dich Vorrang haben. Streiche deshalb Passagen, die nicht zu dir passen, und lass widersprüchliche Alternativen nicht nebeneinander stehen.
Den eigenen roten Faden behalten
Ein digital geführter Fragenweg kann die Checkliste ergänzen. Über die Startseite des Patientenverfügung-Tools arbeitest du die Themen in einer festen Reihenfolge ab. Prüfe das fertige Dokument trotzdem selbst und kläre fachliche Unsicherheiten außerhalb des Tools.
FAQ
FAQ zur IKK-Patientenverfügung
Bietet die IKK classic eine Checkliste?
Ja. Der Online-Ratgeber der IKK classic führt wichtige Vorbereitungspunkte auf und verweist zusätzlich auf Textbausteine des Bundesministeriums der Justiz.
Reicht es, alle Punkte abzuhaken?
Nein. Die Checkliste unterstützt die Vollständigkeit. Ob die gewählten Aussagen deinen Willen verständlich wiedergeben, musst du für jeden Abschnitt selbst prüfen.
Wie erkenne ich Lücken im Entwurf?
Lies nacheinander jede Situation, die dazugehörigen Behandlungswünsche und deine ergänzenden Werte. Fehlt eine Verbindung oder bleibt ein Begriff unklar, markiere die Stelle zur Überarbeitung.
Muss eine Patientenverfügung schriftlich sein?
Ja. § 1827 Abs. 1 BGB beschreibt die Patientenverfügung als schriftliche Festlegung eines einwilligungsfähigen Volljährigen für den Fall einer späteren Einwilligungsunfähigkeit.



